Vertrauen und Versprechen

17 November 2007

Ein Zeichen der Zeit: Anscheinend werden Versprechen und Vertrauen oder Vertrauen und Versprechen, egal was zu erst kam, immer weniger Wert für die meisten Menschen.
Wird man gefragt, ob es einem im Leben wichtig ist gegebene Versprechen zu halten, dann kommt die Mehrheit der Befragten zum Schluss beajhen zu müssen.

Logisch ist das, man möchte verständlicherweise selbst vertrauenswürdig sein um Vertrauen zu bekommen, dazu gehört es Versprechen einzuhalten und nicht leichtfertig auszusprechen, doch passiert dies aller vorgegebenen Werte zum Trotz!
„Versprochen!“ kommt viel zu leichtvertig, immerhin bedeutet das „Versprochen!“ ja eigendlich, dass man sich dazu unbedingt verpflichtet etwas bestimmtes zu tun, was unwiederruflich ist, außer die Gegenseite stimmt dem Wiederrufen von sich aus zu…
So kommt es dann, dass „‚tschuldigung, konnt ich nicht, weil…“ zu hören ist, obwohl es ja eigendlich unbedingt war… schon alleine dieser Umstand führt zu einem Wertverlust für den Umstand an sich etwas zu versprechen, es wird zu einem profanen „jaja, mach ich schon… *was war eben nochmal?*“.
Schade.

Mit dem Versprechen leidet auch das Vertrauen, „Ich verspreche dir, ich werde das nicht weitersagen!“ – 5 Minuten später weiß es jeder, wer wird einem dann noch jemals etwas anvertrauen wollen?
Das schlimme ist aber, dass so allgemein verfahren wird und somit entschuldbar wird, was unverzeihbar ist!

Zeichen der Zeit… man sollte wieder zu ein paar Werten zurückfinden, finde ich persönlich, denn sonst wird Misstrauen und Leichtfertigkeit doch allzu starkes Gut.

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Erste schwere Herbststurmflut

9 November 2007

Der Küstenraum in Norddeutschland ist noch einmal davongekommen, es gab laut Behördenberichten keine größeren Schäden auf dem Festland, lediglich die Ostfriesischen Inseln hätten erhebliche Dühnenabbrüche getroffen.

„Auf Juist, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge riss die von orkanartigen Böen aufgepeitschte Nordsee erhebliche Teile der Dünen ab. In Emden überspülte das Wasser den Außenhafen, wie ein Sprecher der Stadt berichtete. Die Passagiere der Borkum-Fähre hätten dadurch für längere Zeit das Schiff nicht verlassen können.“ (Reuters)

In Hamburg erreichte das Hochwasser den Höchsten Wert seit 1990 mit 3,30m über dem normalen Wasserstand der Elbe und somit auch einen der höchsten Wasserstände der letzten 150 Jahre.
Auch in den Niederlanden und England kam man glimpflich davon!

„Bei Orkanböen wurden Spitzengeschwindigkeiten von 110 Kilometern pro Stunde gemessen. Vielerorts hatten sich die Menschen gegen die Flut gerüstet.“ (ZDF_heute)

Nun denn, hoffen wir, die nächste Sturmflut wird wieder milder!

ZDF Fischmarkt


Apfelwein

1 November 2007

Die Europäische Union hat wieder zugeschlagen, die Bezeichnung „Apfelwein“ soll verboten werden, da regt sich heftiger Wiederstand, vor allem in Hessen, dessen Ministerpräsident Rohland Koch auch sofort auf die Barrikaden ging.

Jetzt aber mal zur Begründung der EU: Apfelwein führe in die Irre, da der Namendbestandteil „Wein“ nur für Traubenwein gesetzt werden soll… klar, wegen der EU und ihrer schwachsinnigen Regeln soll nun also ein traditioneller Name einfach so abgeschafft werden, weil er unlogisch ist, um all jene die den Verstand eines Regenwurms oder keine Ahnung haben, bzw als Urlauber nicht in der Lage sind von Transferleistung bei Essensnamen abzusehen und mal einen Blick ins Wörterbuch zu werfen, das Leben zu vereinfachen…

GEHTS NOCH???

Meiner Meinung nach hat die Politik nicht auf sprachliche Eigenheiten und vermeindliche daraus resultierende Fehler zu schauen!
Es wäre erstrebenswert, das Recht zu fordern, regionaltypische Bezeichnungen als Namen beibehalten zu dürfen – immerhin gährt Apfelsaft genauso wie Traubensaft und beide durchlaufen ziemlich ähnliche Herstellungsprozesse, wollen wir es den Menschen in der Vergangenheit nicht verübeln, dass sie den Namen „Wein“ für Traubenwein und den Namen „Apfelwein“ für dessen Pendant gewählt haben.

Da stellt sich einem normalen Menschen auch die Frage, ob die EU nichts besseres zu tun hat, aber das hat sie, und das tut sie auch, allerdings sind die Behörden der Eu groß und es gibt verschiedenste Ressorts… will sagen: Neben den Menschen die uns dort das Leben erleichtern und deren Tun überaus sinnvoll ist, gibt es auch einige wenige, welche mit Ideen aufwarten, welche aus den, das darf man nicht vergessen, Bestimmungen erwachsen, welche die Mitgliedsstaaten ausgehandelt haben… und diese Ideen sind natürlich bei der Presse beliebt, nichts desto trotz: das sollte man bleiben lassen!

Und wer jetzt noch nicht weiß was es mir Apfelwein auf sich hat, der lese Wikipedia:

„Apfelwein, regional auch als Ebbelwoi, Äppelwoi, Äbbelwoi, Öbbelwoi, Ebbelwei, Apfelmost, Äppler, Viez, Stöffche oder Saurer Most bezeichnet, ist ein Fruchtwein, welcher meist aus einer Mischung verschiedener Apfelsorten gekeltert wird.

Üblicherweise hat er einen Alkoholgehalt von mindestens 5,5 bis 7 Prozent und einen herben, sauren Geschmack.“

Apfelweinseite